Polarisierendes Plakat

Dinge Verkaufen kann echt schon schwer sein. Wenn ihr sehen wollt wie es Michel – Sachen gibt’s – ergangen ist, dann schaut mal bei ihm vorbei. Der hatte eine ähnliche Erfahrung mit seinem Heft. Das ich übrigens nur empfehlen kann. Es ist Qualitativ echt gut und die Comics noch mal auf dem Papier zu erleben ist doch noch mal was ganz anders als nur auf dem Bildschirm.

Ja es ist schon recht spannend gewesen das Plakat von Grammarnaziman&Typoboy zu verkaufen. Mir war ja klar dass das Motiv etwas schwierig sein wird, aber ich dachte ich trau mich das mal.

Es gab auch sehr unterschiedliche Reaktionen. Man merkte ganz schnell wo die Käufer unterwegs waren. Meistens Internetfreudig und als Lehrer oder Lektor unterwegs. Aber die erstaunliche Mehrheit war begeistert von dem Motiv hat aber ganz eindeutig Angst gehabt es zu kaufen. Einige kamen sogar auf mich zu und meinten das sie es genial finden aber sich nicht trauen aufzuhängen. Und eine weitere Gruppe die man nicht vergessen darf ist die etwas ältere Gruppe die erst lächelt, das Plakat sieht… nachdenkt…. nachdenkt…. die Firsur erkennt und den Namen 3 mal liest und dann mit einem enorm ernsten Blick sich abwendet.

Dann aber gab es auch sehr viele Leute, und das hat mich noch mehr überrascht, die einen ganzen Comic davon wollten. Es gab ein größeres Interesse von Leuten die Abenteuer von Grammarnaziman&Typoboy zu lesen. Etwas das ich nicht erwartet habe.

Wie sieht es bei euch aus? Würdet ihr ein Comicheft für 6-10€ mit den Abenteuern von Grammarnaziman&Typoboy kaufen?

Da kam mir dann auch die Frage wie ich damit umgehen soll. In einem Comic muss ich noch viel deutlicher auf diesen Charakter eingehen, und da ich mich so absolut gar nicht mit einem Nazi identifizieren kann müsste ich Grammarnaziman auch so konzipieren das ich das Heft zufrieden und mit guten Gewissen veröffentlichen kann.

Ach ja, übrigens konnte ich die Kosten für den Versand und die Verpackung senken. Schaut im Shop vorbei. Das Plakat gibt es jetzt günstiger 😉

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30 Gedanken zu „Polarisierendes Plakat

  1. Pingback: Lach|witz, der (e) » ComicAction 2012 – Bis zum letzten Strich

  2. „Grammarnazi“ ist doch echt schon ein feststehender Begriff, den man kaum mit SS und Co assoziieren kann. Vielleicht nicht in allen Konsumentengruppen…

    Muss mir das Ding mal in groß angucken; wäre vielleicht was fürs Büro. Ich belästige schließlich regelmäßig wegen Deppenbindestrichen, kruder Satzordnung und Typographie nach Art von MS Office.

    • Tja die Menge ist die Frage. Ich würde jetzt von 40 Seiten ausgehen. Der Druck muss sich ja für mich in einer kleinen Auflage noch halbwegs rentieren. Ich kann ein Heft kaum unter 4 Euro verkaufen wenn ich noch wenigstens im Ansatz in Plus kommen will. Aber mal gucken. Hängt ja auch immer von der Qualität ab ob man ein Heft in der oder der Dicke für das Geld kaufen würde 😉

  3. Ich möchte mich mal an dieser Stelle bei euch, meine lieben Leser, bedanken!! Ich finde es toll das ihr alle hier so schön mit diskutiert und schreibt. Ich habe die besten Leser überhaupt hier, ganz offensichtlich. … sollte mal wieder ein Gewinnspiel zum Dank machen 😉

  4. Das Plakat finde ich von der Idee her sehr lustig, auch wenn mich die Thematik nicht so sehr anspricht, dass ich es kaufen würde. Ich selber bin wenig pedantisch was Grammatik und Schriftwahl angeht, auch wenn es mir in vielen Fällen trotzdem auffällt. Einen ganzen Comic darüber würde ich mir jedoch durchaus kaufen. Was die Sache mit dem Nazi angeht, kann ich die schockierten oder verunsicherten Reaktionen zwar nachvollziehen, verdrehe jedoch eher innerlich die Augen. Ich persönlich fände einen lockereren Umgang mit der Vergangenheit Deutschlands äußerst wünschenswert und begrüße daher jeden Weg, die einschlägigen Charaktere auch mal lustig darzustellen. Ranwens Einwand kann ich aber sehr gut nachvollziehen. Es lässt diejenigen, die sehr auf dererlei Dinge achten, in einem üblen Licht dastehen. Die Naziparallele an sich stört mich nicht, aber so schlecht sind die Verfechter guter Grammatik nun auch nicht. Der Nazi hat eben noch zu viele weitere Attribute und lässt sich nicht auf die Pedanterie reduzieren. Trotzdem wäre es aber für mich kein Grund, den Comic nicht zu kaufen. Ich persönlich fände „Grammarman & Typoboy“ übrigens viel gelungener, weil in dem Fall beide Namen gleich aufgebaut sind. Das Wort „Nazi“ finde ich aus rein ästhetischen Gründen an der Stelle gar nicht so passend. Dann müsste man dem Typoboy auch noch eine nähere Bezeichnung verpassen.

    • Hm, Grammarman und Typoboy… ja du hast schon recht. Das ist pc ohne störend verfälschend zu sein. Natürlich habe ich den allgemeingebräuchlichen Begriff aus dem Internet. Aber in der Form könnte ich es mir auch leichter vorstellen. Allerdings ist ja ein Teil des Witzes und auch des Kitzels das er „Nazi“-Anmutungen hat. Erst das lässt ihn ja anecken. Aber ich werde das mal für mich in Skizzenform ausporbieren. Danke für den Vorschlag! *In Planungsgedanken versink*

  5. Ich finde es interessant, was du berichtest bzw. hier auch in den Kommentaren kommt.
    Für mich war Grammarnazi mittlerweile einfach schon ein ganz eigener Begriff und ich verstand Grammarnaziman auch nicht als Aufruf, ein solcher zu sein sondern einfach die (bzw. im Comic dann ein paar) Situation(en) aufzuzeigen.
    Sowohl was häufige grammatikalische und orthografische Fehler angeht als auch das Verhalten von selbst ernannten Sprachwächtern (überwiegend im Internet).

    Warum ich nicht kaufe: Poster nicht, da ich mir quasi gar keine Poster mehr aufhänge. Postkarte nicht, weil ich nicht wüßte, wem ich sie schicken sollte und zum selber aufhängen reizt es mich nicht genug (bei bleibenden Platzproblem). Als Comic kaufen: Mache ich eher als Geschenk für andere und da fällt mir niemand ein, für mich selbst kaufe ich so gut wie gar keine Comics/GraphicNovels/Whatever, weil sie im Endeffekt dann doch nach einmal ansehen nur einstauben.
    Ich verfolge einige Comicblogs, würden sie aber kosten vermutlich nicht, weil es mir nicht wichtig genug ist. Vereinzelt Merchwünsche habe ich dann aber doch. Finnland auf dem very special lion reitend von Scandinavia and the World z.b. – das Motiv gibt es ja zum Glück auf diversen Gegenständen 😉 . Als Comic oder Poster fände ich es aber ebenfalls für mich persönlich uninteressant.

    Unterm Strich: Ich bin einfach nicht die Zielgruppe.

  6. Öh. Äh. Hab ich noch nicht drüber nachgedacht – aber ich bin da auch nicht ganz die Zielgruppe, weil ich gar nicht so der Comicmensch bin. Das wiederum hat nun aber nischt mit der Thematik zu tun, so gar nichts. Wenn ich’s nicht kaufe, dann liegt das daran, daß ich eh praktisch keine kaufe, oder so, und nicht an Nazi oder nicht Nazi.
    So einfach ist es mit dem Nazi im übrigen auch nicht! Einerseits find ich’s unpassend, andererseits gibt es da aber auch noch die Stimme, die sagt, man tut vor allem den braunen Neuauflagen eher weh, wenn man’s ins Lächerliche zieht, statt OMGNazi zu schreien (letzteres ist denen ja völlig wurscht, eher freut die das).
    Es ist auch nicht OMGNazi, was ich bei Grammarnaziman denke. Ich stör mich eher am Begriff, der vermutlich (correct me if I’m wrong) von irgendeinem Ami kam, der ‚xyz nazi‘ als ‚pedantischer Mensch im Bereich xyz‘ gemünzt hat *). Und DIESE Verwendung des Begriffs „Nazi = pedantischer Mensch“ stört mich. Es würde mich auch dann stören, wenn da jetzt was anderes als ‚grammar‘ stünde.
    Da stört’s mich dann nur dreifach, weil der grammar nazi ja genau ein Pedant ist, der auf sprachliche Korrektheit achtet. Der Begriff selbst ist aber in der Verwendung nicht korrekt einself. Also muß ich ihn gerade als Korrektheitspedant in bezug auf solche Dinge ablehnen ;). Toll, der grammar nazi lehnt den Begriff grammar nazi ab, eben gerade weil er ein grammar nazi ist. :ugly:

    Du verstehst mein Problem?!

    *) Wie die Nasen in Indien, die ein Geschäft nach einem ‚Hitler‘ genannten Verwandten benannt haben. Der wurde Hitler genannt, weil er so streng war – und die Namensgeber kannten das eben nur so, Hitler als Synonym für einen strengen Menschen. :ugly: Nnnnicht ganz. (Die Aufregung darüber fand ich dann auch übertrieben, weil klar war, daß die Nasen einfach nur keine Ahnung hatten… sie haben’s umbenannt, und gut ist.)

    • Und irgendwie ist dieser Kommentar nicht da, wo er eigentlich hingehören sollte, nämlich hinter deine Frage, ob ich einen Comic zu den beiden kaufen würde. :ugly:

    • Ich weiß genau was du meinst. Und Danke für dein ausführliches Kommentar. Finde es toll das du das so klar mit uns hier teilst. Ich verstehe was du meinst. Das ist das selbe was mich ja auch ein wenig abgeschreckt hat, aber ich muss halt zugeben das „Veralbern“ und „Ins Lächerliche Ziehen“ hat dann doch bei mir gewonnen. Jedenfalls ist es einen Versuch wert 🙂 Solange die Leute darüber nachdenken, so wie du, ist alles in Ordnung.

      • Ich muß gestehen, daß viele der Gedanken schon bei der Kontroverse um den ‚Hitler‘-Laden in meinem Kopf waren ;-). Damals ™ gab’s wie gesagt ein Riesenbohei um diese Namensgebung, und alle Welt brüllte „Wie kann man nur einen Massenmörder so verharmlosen?!“, dabei hatten die Namensgeber bei dem Namen eben wirklich nur an den Spitznamen des Verwandten gedacht. Und ich dachte mir, einerseits find ich den ganzen Aufstand blöde, da die Ladenbesitzer nun eindeutig nichts mit Hitler dem Historischen zu tun hatten, aber andererseits – würde ich auch keine Klamotten in einem Laden kaufen, der Hitler heißt und mit dem Hakenkreuz wirbt :ugly:. Obwohl ich auch noch genau weiß, daß Hitler das Hakenkreuz nur geklaut hat und daß das eigentlich was ganz anderes heißt, gerade in Indien. Aber die Kombination ist einfach trotzdem irgendwie ungünstig. :ugly:

        Ich denke aber auch, daß die Neonazis teilweise genau deswegen Nazis sein wollen, weil es von aller Welt als pöhse gesehen wird, Nazi zu sein. Wenn man Nazi einfach mit Depp assoziieren würde statt mit dem ganzen anderen Kram, würden vermutlich weit weniger Leute das erstrebenswert finden, so die Logik. Solange das Wort Nazi also noch einen allgemeinen Aufstand erzeugt, wie in dem Hitler-Laden-Fall, so lange werden’s Leute toll finden. :ugly:

        Da regt mich dann auch die eigene Inkonsequenz ein wenig auf. Einerseits finden, daß man die Namen durchaus mal etwas abwerten sollte und warum nicht einen Klamottenladen danach benennen, andererseits aber dann da auch nicht einkaufen wollen, das ist auch doof. (Und das Ganze löst das Sprachproblem auch nicht, was ich mit der einfachen Neubesetzung als Nazi = Pedant habe!)

        Übrigens verwende ich den internetüblichen Begriff bei Leuten, die den (und mich) kennen, auch relativ bedenkenlos. Denn die wissen ja, wie das gemeint ist. Meinen Eltern müßte ich das erklären, denn die kennen nun mal nur eine Version von Nazi und haben die zT auch noch selbst erlebt. Und ich weiß nicht, was die von der Begriffs-Neuverwertung halten würden.

        Aber ich hab mir jetzt mal die Kommentare nochmal durchgelesen und nochmal ein bißchen gedacht und das Resultat eben war ‚wäre schon toll, wenn sich die Neonazis einen neuen Namen suchen müßten, weil sie nicht mit einem grammatikbesessenen Comichelden verglichen werden wollen‘.

          • Ich kenne kein [s]Alesia[/s] South Park. Und habe nicht vor, das zu ändern. Aber wenn Du das sagst, glaub ich Dir das. 😉 Und Motorrad schreibt man mit 2 r. :grammarnaziwoman: (Rein theoretisch stünde nach alter RS vor dem ‚wo‘ auch ein Komma, aber einige von denen haben sie im Zug der neuen RS wegrationalisiert, da müßte ich jetzt nachsehen. Zu viel Arbeit 😉 ich bin alt, ich schreib nach der alten RS.)

  7. Pingback: Lach|witz, der (e) » ComicAction 2012 – Bis zum letzten Strich

  8. Leander, ich muss hier auch mal schnell den (ungelernten) Lektor raushängen lassen … *baumel*

    Im zweiten Absatz sprichst du von der Mutter von Grammarnazi, Grammarnazima … hat die dann ein Nudelholz mit eingeprägten Grammatikregeln? 😀

  9. Mich erinnert der GM immer etwas an Millers Batman, weiß nicht ob das so beabsichtigt ist 😉
    Aber die Probleme mit dem Thema kann ich mir gut vorstellen. Die Reaktionen werden sich so oder so, egal wie die Story wohl ausssieht, kaum abschätzen lassen.

    Ich hoffe aber du findest da eine elegante Lösung für und freue mich schon auf das was da kommen wird 🙂

    • Also ein wenig sollte er auch an Batman erinnern. Ich habe mich daran orientiert. Merkt man ja auch am „Holy spelling“ 😉 In dem Post wo er das erste mal auftaucht, also hier, habe ich ja auch noch ein paar Ideenskizzen eingebaut. Da hat Grammarnaziman auch noch kleine Batmanohren.

  10. Tja, leider ist das bei mir auch so. Ich habe das Bild Tränen lachend meiner Frau gezeigt und sie war entsetzt. Aufhängen könnte ich es auch nicht, denn mit zwei kleinen Kindern im Haus, die im Kindergarten dann erzählen, sie seien „Gammelnazimän“ und „Tipplboy“ wird leider kein all zu gutes Licht auf den Familienumkreis geworfen.

    Schade, aber so erging es auch dem Herrn Dr. Ringsgwandl mit seinem Lied vom Gartennazi – genial, aber halt nicht pc, oder nur AM PC pc?? Vielleicht ist irgendwann mal die Zeit reif (für Ernst Eiswürfel) und die Nicht-Internet-Welt versteht uns!

  11. Pingback: Comic-Action 2012 #2 | Sachen gibt's…?! – Comicblog von Michael Roos

  12. Bei uns in der WG (zwei angehende Lehrerinnen und eine Studierende aus der Ur- und Frühgeschichte) ist das Plakat sehr gut angekommen. Und eine Story dahinter wäre in der Tat spannend. Vielleicht als Alter Ego eines eigentlich Unauffälligen vor dem PC…

  13. Hm, mir geht das ähnlich – ich find das Plakat toll, würd’s aber nicht kaufen oder gar aufhängen. Ich bin zwar genau das, was man landläufig unter einem grammar nazi versteht, und geb das auch offen und gerne zu und würde das auch plakativ untermauern, aber ich hasse diese _Bezeichnung_ trotzdem. Hätte man das nicht anders nennen können?!? Also, ein Wort, was einen grammar nazi bezeichnet, aber ohne ‚Nazi‘ auskommt? Ich find das einfach unpassend. Geschmacklos, wenn man so will.
    Kannst du nichts für, du hast den Begriff ja nicht geprägt, aber ich muß ihn nicht mögen.

    • Das kann ich gut verstehen. Ich sehe es etwas lockerer aber ich kann das komplett nachvollziehen. Mir fällt es halt wie gesagt schwer ein ganzes Comic dazu zu machen. Denn der Charakter müsste viel deutlicher ausgearbeitet werden. Ich habe mir schon überlegt den Comic so auf zu bauen das er gar nicht der wirkliche „Held“ ist. Ich muss mal gucken wie ich damit umgehe. Bis ich da zu einem Entschluss gekommen bin wird bestimmt noch das ganze restliche Jahr in Anspruch nehmen.

    • Würdest du denn ein Comicheft davon kaufen? Also wie sieht es aus wenn es nicht so Präsent ist? Das Poster ist ja ne morz Ansage. Ein Comic kann im Regal verschwinden. Würde das es leichter machen, oder geht es dann doch eher um die Grundthematik.

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