Des Nachts…

Es fällt mir immer noch schwer einfach so „lustige“ Comics zu machen. Ich merke mehr und mehr, wie mich die Medien auffressen, oder besser gesagt entkräften.  Es gibt Studien zu emotionaler Überlastung durch digitale Medien, und ich merke das ich da viele Punkte der Checkliste erfülle. Wenn ich nicht von so großartigen Menschen umgeben wäre, und ich nicht meine Frau und meine Kinder hätte… ich weiß nicht ob ich noch weiter comics machen würde oder irgend was kreatives. Meine Kraft und Muse solche Dinge zu machen schwindet mit jeder Nachrichtenmeldung die ich lese. Ich will mich aber auch nicht vor der Welt verschließen. Ich erwische mich immer wieder bei dem Gedanken, alles digitale abzuschalten. Einfach „Blind“ in die Welt leben. Blind, aber glücklicher. Ich hoffe euch geht es allen gut. Lasst euch nicht zu sehr runterziehen und pflegt eure analoge Welt und eure Freunde.

3 Gedanken zu „Des Nachts…

  1. Pah! Ich werde nächstes Jahr 50. Ich denke mir immer: Die paar Jahre, die ich noch da bin, hält die Welt noch und dann ist das das Problem der Anderen. So lief das in den vorhergegangenen Generationen auch. Die hatten noch ganz andere Probleme (Kindersterblichkeit, schwere Epidemien, die ganze Landstriche ausrotteten, Hungersnöte und, falls das mal nicht „en vogue“ war, alle paar Jahrzehnte mal ein Krieg). Da ist doch so ein bisschen Trump- Erdogan-Kim-AFD-Situation oder die Weltklimaerwärmung ein Klacks dagegen.

    Wir werden jeden Tag satt, können dumm vor dem Netflix hängen und „unsere“ Serien glotzen oder traurig alte Hörspielkassetten betrachten (weil anhören ist nicht mehr, weil alle Kassettenrekorder hinüber sind) . Was hätten frühere Generationen für so ein Leben alles gegeben?

  2. Die Trump- Erdogan-Kim-AFD-Situation sehe ich auch eher gelassen. Das ist eben der klassische Politik-Kindergarten.
    Ich bin jetzt Mitte 30 und sehe meine Kinder aufwachsen (wohl ähnlich wie Leander).
    Mir macht die Weltklimaerwärmung sehr große Sorgen und auch ich ertappe mich dabei, dass ich Nachrichten in denen es um das Klima geht gar nicht mehr verkraften kann. Es scheint da alles so auswegslos. Die Zerstörung der Erde ist unumkehrbar. Unser Versagen, jetzt nicht zu handeln, wird alle Generationen nach uns betreffen. Ich glaube kaum mehr daran, dass es unseren Kindern noch möglich sein wird irgendwann auf der Couch abzuhängen und Serien zu schauen.
    Was gäben spätere Generationen für solch ein Leben?

    • Ich streite einen Klimawandel gar nicht ab, aber wo beeinträchtigt dieser denn unser Leben so sehr, dass wir uns um die pure Existenz unserer Kinder Sorgen machen müssten (habe auch zwei und wir fürchten uns überhaupt nicht)?

      Wird halt ein bisschen heißer bei uns (genug zu essen gibt’s deshalb noch immer) und ein wenig nasser bei den Venezianern (dann bauen die vielleicht endlich ihre Wasserrückhalteanlagen schneller fertig) und ein wenig toter bei den Afrikanern (ob durch Hunger, Klimawandel, Warlord-Kriege, Korruption, Boko Haram, IS oder sonstiges ist auch schon wurscht).

      Mal so nebenbei betrachtet kann das Menschheitswachstum eh‘ nicht so weiter gehen. 7 Mrd. sind viel zu viel. Wenn noch mehr dazu kommen, dann kann man die erst recht nicht ernähren. Dann werden Hungersnöte die „überzähligen“ Menschen dahinraffen müssen. Das klingt ekelhaft, ich weiß, aber es ist halt so.

      Kommt meine entspannte Weltansicht vielleicht daher, dass ich während der 70er und 80er aufgewachsen bin, wo man eigentlich nicht daran geglaubt hat, dass man 30 wird, weil ja der 3. Weltkrieg alle atomar vernichten wird? Könnte gut sein…

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