An der Quelle des Üblen, die Welt verbessern mit dem was man tut?

Ich hatte vor kurzen ein schönes Gespräch über die Entwicklung der Gesellschafft, der Jugend und der Welt. Also kein schwaches Thema. Innerhalb dieses gesprächs sagte man mir dann „Du sitzt ja an der Quelle und kannst diese Dinge ändern (Also zum Besseren führen)“ und ich musste stutzen. Denn ich bin zwar überzeugt das ich ein wenig was ändern kann aber durch das Abhängigkeitssystem in dem wir alle leben und dem ich mich beuegen muss um meine Miete bezahlen zu können ist es nicht möglich. Natürlich würde ich viele Dinge ganz anders machen. Ich mag es nicht zu welchen Opfern bestimmte Dinge unter das Volk gebracht werden.

Ich mag Werbung nicht die den Menschen ein schlechtes Gefühlt gibt. Ich hasse billige Grafiken die sich dem schnöden und meist unendlich oberflächlichen Trend anpassen damit sie die Massen ansprechen. Ich mag es nicht kompromisse einzugehen weil die „Masse“ es sonst nicht versteht. Ich hasse es wenn man mir sagt: „Das können wir nicht anders machen, die Welt ist nun mal so und wir müssen dem Kunden bieten was er verlangt“ und damit meine ich nicht nur Werbung oder Produkte für die ich arbeitete.

Auch bei den Bildern und Grafiken die ich zeichne kommt das öfters vor. Das war zu Uni-Zeiten so und das ist auch jetzt so. „Mach der Frau größere Titten und weniger Kleidung“, „Kann der Typ Stacheln an die Rüstungen bekommen“, „Kann der Drache mehr aussehen wie der Drache von XYZ“ und „Zeichne es GENAU so wie im Film XYZ“. Trends haben ihre berechtigung aber vieles ist einfach nur Kacke.

Natürlich muss man sich hier und da beugen. Klar will man die große Masse kitzeln und ansprechen. Man will ja verdienen. Man will Ruhm und Popularität. Aber kann man das nicht auch erreichen in dem man ein wenig was besser und tiefsinniger macht als andere?

Eindeutig Ja. Die wirklich Guten Dinge, die wirklich erfolgreich sind und sich bei allen „Schichten“ und „Zielmenschen/Gruppen“ ankommen sind tiefegehener, langlebig und gewitzt. Alles andere geht meist unter, verschwindet im Moment wo der nächste Trend erscheint.

Und doch muss man sich Dinge wie Pro7 gefallen lassen. Pro7 ist für mich die Manifestation all dieser Dummen Dinge die ich Hasse. Pro7 ist der inbegriff der Fehlinforamtion. (RTL und Co sind da auch nicht schlecht drin aber die sind nicht so prägend wie Pro7) Pro7 ist eine regelmäßige Beleidigung für den Menschlichen Verstand.

Und so wie Pro7 für mich die Manifestation dieser Verblödung ist genau so hasse ich dieses Trendhinterhergerenne und Lügen in so manchen Bereichen der Werbung und der Marktwirtschaft.
Es ist nicht falsch dem Trend zu folgen, es ist nicht falsch das man Mittel nutzt die dazu führen das viele Menschen die Botschaft sehen und „verstehen“. Aber warum muss es so oft Müll und Scheiße sein die man als Gold und SIlber verkauft. Warum muss die Botschaft zweifelhaft sein die man versucht so unglaublich leicht verstädnlich zu machen.

„Wir Menschen sind halt so, die Welt funktioniert halt so, da kann man nichts machen, warum sollte man es ändern?“

…. wenn man das sagt hat man schon so gut wie verloren. Und ich muss eingestehen das ich etwas ähnliches bestimmt schon mehr als einmal gesagt habe.
Aber es sollte unser aller Pflicht sein die Welt in der wir leben zu einer besseren zu machen. Und dabei ist es egal wie klein oder groß dieser Anteil ist den wir leisten. Es geht nicht darum großes zu leisten. Es geht darum alles das man tut mit seinem Gewisssen vereinbaren zu können, so das so viele Menschen wie möglich durch das eigene Handeln positiv beeinflusst werden. Selbst bei so kleinen Dingen wie einer Illustration oder einer Grafik sollte man versuchen eine aufrechte, ehrliche und „gute“ Botschaft zu vermitteln. Dem Betrachter mehr bieten als nur schnöde, gefilterte Information.

Um so tragischer finde ich es wenn ich meine eigenen Prinzipien nicht einhalten kann weil es nicht in meiner Enstcheidungskraft liegt. Man muss andere Wege und Mittel finden um die Welt zu verbessern. Man darf nur nicht zu lange warten. Wer passiv bleibt lässt sich vom Feind die Strategie diktieren.

Ich könnte hier Romane über dieses Thema schreiben, und jeden Satz den ich jetzt schon geschrieben habe noch mal mit vielen weiteren kommentieren. Aber dieser Eintrag soll mal reichen um den Startschuss abzufeuern. Denn dieses Thema wird noch öfters aufkommen. Spätestens wenn ich auf den ersten Messen dieses Jahr war und mich wieder darüber aufregen werde was alles so gerade als Massentauglich bejubelt wird.

CYA

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